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Chronik/Historie

In den ersten Tagen und Wochen des Jahres 1951 fanden sich in zwangloser Runde 8 junge Männer, Mitglieder des Katholischen Kir­chenchores aus Landau Queichheim zu­sammen, um einige heitere Lieder einzuüben. Der Zweck dieser Singabende war, dem bevorste­henden Fasnacht-Unterhaltungsabend des Kirchenchores durch den Vortrag von 3 Liedern abwechslungsreicher zu gestalten. Die Sän­ger nannten sich aus heiterer Laune „Froschquartett“, anlehnend an den Scherzname „Frösche“, wie die Queichhei­mer Bürger gerne ge­nannt wurden. Schon bald nach dem ersten Auftreten war klar, dass die nunmehr gebildete Vereinigung nicht mehr auseinander fallen sollte. Die Zahl der der Mitglieder wurde auf 13 Mann erhöht – 12 Sänger und ein Dirigent. So wurde der 4. Februar, der erste Auftritt des Froschquartetts, zum Gründungsdatum dokumentiert.

 

Laut Chronik vom 20. April 1951 setzt sich das Froschquartett fol­gendermaßen zu­sammen:

Tenor I: Heiner Mathes, Alfons Mumbach (… Erwin Frey ab Nov.)

Tenor II: Otto Lallmann, Günther Schneider, Bernhard Ziegler

Bass I: Karl Anton, Richard Hetzler, Heinz Schad

Bass II: Ernst Gein, Jakob Hoffman, Johann Mathes

Chorleiter Alfons Ziegler

Die Singstunden fanden im Hause der Frau Maria Ziegler in der Kraftgasse 32 statt. Zu einer tarifmäßigen Entlohnung des Dirigen­ten ist die Froschkasse nicht kapitalkräftig !

Im Juli deselben Jahres trat das Quartett in den „Pfälzischen Sän­gerbund“ ein.

Im Folgenden einige Auszüge aus den Niederschriften.

Die erste Generalversammlung fand am 18. Februar 1953 statt.

Vorstand ist Johann Mathes, Kassier Bernhard Ziegler. Kassenstand: 165,08 DM.

Unter „Wünsche und Anträge“ dieser Versammlung:

Die „Bunten Abende“ des Froschquartetts in der Fasnachtszeit wa­ren nicht mehr wegzudenken und zählten zum festen Bestandteil des Queichheimer Vereinsgeschehens. Jedes Jahr fand ein Ausflug statt und das FQ trat in zahlreichen Aufführungen bei befreundeten Chören rund um Landau auf.

Chronik vom 21. Juni 1953:

 

 

 

 

 

 

Chronik 29. Oktober 1953: Johann Mathes tritt als Vorstand zurück. Nachfolger wird am 14. Februar 1954 Jakob Hoffmann.

Chronik von der Generalversammlung am 15. Februar 1956: Bei Veranstaltungen des FQ sollen die Aktiven auf der Bühne durch Gutscheine Trinkwaren erhalten. Im Saal (außerhalb der Bühne) trinkt jeder aus seiner Kasse und zu vollem Preis.

Chronik vom 23. Dezember 1956: Im großen Saal der Landauer Festhalle versammelte der VdK seine Mitglieder zur Weihnachtsfeier. Das Froschquartett sorgte für die musikalische Umrahmung... 5 Fl. Wein und und 2 Pfd. Mehl pro Kopf (natürlich nur das Mehl) war unsere Belohnung.

Ein Höhepunkt in der noch jungen Vereinsgeschichte war April 1961 das Wertungssingen in Herxheim. Der Bundeschormeister zollte das Prädikat: Der Chor kann mit besonderen Aufgaben betreut werden.

Das 10 jährige Jubiläum wurde 8. Juli 1961 im großen Rahmen mit Festbankett, Gottesdienst (Sonntags 7:15 Uhr), Chorfeier, Freundschaftssingen und Frohem Ausklang mit Tanz gefeiert. Eine Festschrift wurde herausgegeben und bemerkenswerte 66 Geschäftsleute unterstützten mit Anzeigen das Froschquartett. Darunter z.B. die Shell Station Herbert Hesselbarth, Metzgerei und Gastwirtschaft Reiner Schüller oder das Schuhhaus Bruß in Queichheim.

Ein Antrag von H.P. Mathes, je Stimme einen Sänger mehr in das Quartett aufzunehmen wurde nach einer eingehenden Aussprache abgelehnt.

Chronik von der Generalversammlung 7. März 1965:

Ernst Gein wird 1. Vorstand.

Zum Abschluss der Versammlung sagte Enst Gein, dass bei besonderen Anlässen jede Singstunde als Generalversammlung zu betrachten sei und äußerte die Bitte: „Gib jeder was er kann“. Die Versammlung wurde um 23:20 Uhr beendet !!

Chronik über eine außerordentliche Versammlung vom 27.Aug 1966: Wir sollten in München am Oktoberfest-Samstag bei einer Weinprobe der Pfälzer Weine den Abend durch Gesänge für und über den Wein festlich gestalten helfen... 200 DM für Auslagen sollten aus der Kasse bezahlt werden; bei der Stadt Landau sollte ein Antrag auf Unterstützung gestellt werden. Eine Stadtfahne soll mitgenommen werden.... So wurden wöchentlich mindestens 2 Singstunden abgehalten und zusätzlich gegen Schluss noch an jedem Sonntag geprobt. Die Chronik schreibt: Noch nie sei im Froschquartett eine solche Begeisterung gewesen. Der Ausflug wurde allerdings eine Pleite (Originalzitat) da die Weinprobe erst Samstag Morgen, als alle schon in München waren, abgesagt wurde.

Chronik von der Generalversammlung am 6. Jan 1967: Auch das misslungene Chorkonzert in der Queichheimer Turnhalle löste Bedauern aus. Die Aufführungen waren sehr wertvoll. Wenn auch nichts in die Kasse kam, war noch schlimm, dass kaum Publikum anwesend war. Selbst die Queichheimer Gesangvereine ließen uns im Stich. Ferner wurde beschlossen, dass bis zur Pause nicht mehr geraucht werden soll.

Es gab halt nicht nur Höhen...

Chronik von der Generalversammlung 3. Jan 1969: Kassenwart wird Hans Brand. Und noch eine große Bitte des Dirigenten, das Rauchen vor der Pause bitte möglichst zu unterlassen, da der Gesang darunter leidet... Die Herrenpartie soll künftig nur einem Ort stattfinden, und es soll vermieden werden, dass an diesem Abend mehrere Lokale aufgesucht werden...

Chronik von der Generalversammlung am 5. Jan 1972: Zur Eröffnung sprach Ernst Gein: Wir sind jetzt im 3. Jahrzehnt leider nach wie vor in einer Krise. Betroffen der 1. Tenor, Schichtarbeit, Ausbildung, Bundeswehr (Reinhard Faath) machen unseren 1. Tenor immer wieder schwach. Wir hoffen auf einen neuen Sänger welcher in unsere Geselligkeit passt und zugleich ein treuer Sänger ist.

Die Situation ist so kritisch, dass Singstunden nur von Fall zu Fall festgelegt wurden.

Und nochmal der Vorstand: Wir sind jetzt 20 Jahre alt. Einst Mittelpunkt in Queichheim. Kommen unsere Darbietungen noch an ? Was wollen wir in Zukunft unternehmen ? Der Dirigent: Wir müssen uns darauf besinnen, was eigentlich der Sinn unserer Tätigkeit ist. Kein Theater ! Wir wollen singen und wir gehen singen und uns ganz auf den Chorgesang konzentrieren.

Chronik von der Generalversammlung 10. Jan 1973: Arno Stenger wird Kassenwart. Ernst Gein plädiert für einen Eintritt in das Vereinsregister..

Chronik 6. März 1974: Reinhard Faath wird Kassenwart (Ist er heute noch !!)

Die diesjährige Sommerpause beginnt am 6. Juni und endete am 10. September... !!

Chronik von der Generalversammlung 22. Jan 1975: Der Dirigent Alfons Ziegler „Unsere Auftritte im vergangenen Jahr waren mehr als wenig. Der Singstundenbesuch war bei einigen Sangesbrüdern mehr als dürftig. Jeder einzelne müsse Opfer für eine gute Sache bringen, die doch wohl unsere Tätigkeit als Männerchor ist.“ Er glaubt, dass in diesem Jahr ein Auftritt in der Turnhalle möglich wäre, wenn bei jedem Sänger der gute Wille vorhanden ist.

Thema sind neue Räumlichkeiten für die Singstunden, die ja immer noch im Hause des Dirigenten in der Kraftgasse stattfinden. Eine Anfrage bei Pfr. Weber im Karl Thrauthweinhaus zu singen war wegen der anfallenden Kosten von 1. Forderung 50 DM pro Monat und der 2. Forderung von 100 DM im Jahr nicht tragbar. Alfons Ziegler meint, wir könnten weiterhin bei ihm proben, sofern bis spätestens 22:15 die Stellung geräumt wäre (Originalzitat).

Das Dirigentenhonarar wird von 100 auf 125 DM (pro Jahr) erhöht.

Chronik von der Generalversammlung 26. Jan 1977: 1. Vorstand: Dieses Jahr war wohl der bisherige Höhepunkt unseres bisherigen Vereinslebens. Der Dirigent: In diesem Jahr haben wir im öffentlichen Leben bewiesen, dass wir noch etwas können. Wir sollten uns auch weiterhin immer wieder mit einer Chorfeier oder Ähnlichem in Szene setzen. Dazu müsste jedoch der Singstundenbesuch verstärkt werden.

Chronik 6./13./20. Feb 1982: Zweifellos ein Höhepunkt unserer Chortätigkeit in den letzten Jahren waren unsere Auftritte bei den 3 großen Prunksitzungen des Landauer Carneval-Vereins. Man kann ohne Übertreibung von einem großartigen Erfolg sprechen, was aber kaum überraschen kann, wenn man den Anlass der Gründung des FQ vor genau 31 Jahren denkt.

Nicht weniger als 7 närrisch umgedichtete Lieder wurden unter großem Beifall dargeboten. Pressestimme: Neben liebgewonnenen Symbolfiguren der Fasnacht ragten die Narrenbühne und die Knallfrösch hervor (FQ).

Das Engagement beim LCV blieb allerdings auf 2 Karnevalkampagnen beschränkt.

Einige Sänger fühlen sich durch das Rauchen sehr belästigt. Der Vorsitzende mahnt Raucher und Nichtraucher zu gegenseitiger Toleranz und schlägt vor das Rauchen auch in der Singstundepause stärker einzuschränken.

Chronik von der Generalversammlung Jan 1984: Es wird vorgeschlagen, dass jeweils in der letzten Singstunde vor den großen Ferien ein Grillabend stattfinden soll. Abstimmung: einstimmig dafür. Finanzielle Regelung: Jeder Sänger, der den Grillabend veranstaltet, bekommt 120 DM zur Vergütung gestellt.

Dieser Veranstaltung findet nach wie vor statt.

Beschluss: Die nächste Herrenpartie soll ohne Damen durchgeführt werden. Abstimmungsverhältnis: 6 dafür, 2 dagegen, 3 Enthaltungen...

Chronik von der Generalversammlung 1. Feb 1985: Herrenpartie wieder mit Frauen. Abstimmung 11 dafür, 1 dagegen.

Seit Anfang der 80er wird jährlich ein Liederabend meist Anfang Mai durchgeführt, auch heute noch. Dabei sind immer befreundete Gastchöre aus dem meist nahen Umland. Die Teilnahme an Wertungssingen wird dagegen immer spärlicher. Zuletzt 12. April 1985 in Insheim, und am 28. April 1990 in Nußdorf. Wertung der Sachverständigen: Es war eine sehr gute Leistung. Bravo! Im Nachhinein wurde (laut Chronik) aber eine härtere Bewertung gewünscht. Die Wertungsrichter hätten beschönigt.

Fast jedes Jahr unternimmt das FQ Ausflüge, mal in der Nähe , mal weiter weg. Die Ausflüge waren meist in ½ Tages- und 1 Tagesauflüge (pro Jahr) aufgeteilt, in der Regel mit Partnerinnen und auch Freunden aus dem Umfeld.

Bemerkenswert sind allerdings die Ausflüge nach Leukerbad in der Schweiz, nach einer Idee des Sangesbruders Wilbert Hauck. Das erste mal vom 25.9. - 28.9.1986. Übernachtet wurde im Gasthaus Oskar Briand auf 1980 Meter Höhe. Auf dem knapp 3000 m hohen Torrenthorn wurden Berglieder gesungen, die für alle Beteiligten unvergesslich blieben. Weiterer Höhepunkt war das Singen der Schubertmesse in der Kirche in Leukerbad. Der Pfarrer lud die Sänger danach in den Gemeindesaal ein, um dort den Messwein (Fendant) zu genießen.

Weitere Leukerbadausflüge fanden im Jahr 1988,1993, 1998 statt.

Aus der Chronik: Die Fahrten in die Schweiz waren Meilensteine des Froschquartetts Queichheim.

Chronik August 1986: Alfons Ziegler wird die Landesehrennadel des Ministerpräsidenten verliehen (überreicht von OB Dr. Wolf).

Chronik 13. Mai 1995: Veit Schwöbel begleitet das erste mal am Klavier den Chor. Er wird von da an quasi ständiger Begleiter des Froschquartetts und wirkt bei vielen Auftritten mit.

Das Jahreskonzert am Vorabend des Muttertags ist mittlerweile zur Tradion geworden. Dieser Termin steht heute noch.

Chronik von der Generalversammlung 15. Dez. 1995: Der 1. Vorstand Ernst Gein tritt nicht mehr zur Wahl an. Neuer Vorsitzender wird Arno Stenger. Ernst Gein war somit 30 Jahre Vorstand des FQ !!

Eine bemerkenswerte Leistung.

Chronik 2001: Das Froschquartett wird 50. Alfons Ziegler feiert das 50-jährige Chorleiterjubiläum.

Am 17. Januar schreibt die Rheinpfalz: Froschquartett kennt keine Nachwuchssorgen. Mitgliederzahl auf 12 aktive Sänger reglementiert. Es gibt eine Warteliste...

Chronik 19. Mai 2001: Beim Jubiläumskonzert erhält Alfons Ziegler die die Goldene Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes.

Chronik 27.Okt 2001: Abschlusskonzert zum 50 jährigen Jubiläum in der Turnhalle.

Chronik 5. Sept 2002: Umzug des Probelokals vom Haus des Dirigenten in das Haus der Vereine. Damit geht eine Ära zu Ende. Über 50 Jahre probte das FQ im Hause Ziegler in der Kraftgasse.

Chronik Juni 2004: Der Chorleiter Alfons Ziegler tritt zurück. Alfons Ziegler hat bis zu seinem Ausscheiden 53 Jahre ehrenamtlich, mit Zielstrebigkeit und großem Engagement, den Dirigenten-Stab geführt, die Sänger zu einem Erfolgsquartett gebildet und sich große und bleibende Verdienste erworben.

Alfons Ziegler hat sich um das Froschquartett verdient gemacht!

Ebenso tritt der 1. Vorsitzende Arno Stenger zurück.

Chronik 9. Sept. 2004: In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde Günther Gerhardt zum 1. Vorsitzenden gewählt. Schriftführer wird Wilbert Hauck. Kassenwart bleibt Reinhard Faath.

Uschi Schwöbel wird Dirigentin des FQ. Für uns Sänger ein Glücksfall. Mit einem Engagement weit über das Normalmaß hinaus führt sie die Männer. Die neue Chorleiterin führt Stimmübungen zu Beginn der Übungsabende ein... bisher für uns ungewohnt. Der „Zugriff“ auf unseren Klavierbegleiter Veit Schwöbel wird leichter.

Die „traditionellen“ Chorkonzerte werden fortgeführt. Ebenso Auftritte bei befreundeten Chorgruppen. Weihnachtskonzerte werden zu kulturellen Höhepunkte in Queichheim.

2009: Eine eigene Homepage des Froschquartetts www.froschquartett.de entsteht. Ebenso ein neues Logo. Entwickelt von Wilbert Hauck mit einer „Froschvorlage“ von Frau Doll.

2011. Das 60 jährige Jubiläum des FQ steht bevor.


 
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